Parodontitis - erfordert
systematische Behandlung

Parodontitis

Parodontitis ist die häufigste Ursache für Zahnausfall bei Erwachsenen. Sie entsteht, wie Karies, durch Bakterien. Bindegewebsfasern, die die Zahnwurzeln im Kieferknochen verankern, werden nach und nach zerstört. Zwischen Zahnwurzel und Zahnfleisch hat sich ein Spalt gebildet, die Zahnfleischtasche, die einen idealen Lebensraum für Bakterien darstellt. Ausgehend von dieser chronischen Infektion wird das Zahnbett durch Knochenabbau weiter zerstört. Je aggressiver die Bakterien und je schwächer die Abwehrlage des Körpers ist, desto früher und stärker tritt die Krankheit auf. Es kommt zum Zahnverlust. Der Kieferknochen bildet sich zurück.

Patienten mit einer Zahnbetterkrankung (Parodontitis) weisen ein deutlich höheres Risiko für Herzerkrankungen (Faktor 1,5 - 1,9) auf.  Durch regelmäßige Prophylaxe können Sie dem  frühzeitig entgegenwirken. Bei fortgeschrittener Parodontitis ist eine spezielle Therapie notwendig. In unserer Praxis verfügen wir über Behandlungsmöglichkeiten, mit denen die Erkrankung aufgehalten und das Zahnfleisch in einen gesunden Zustand versetzt werden kann. Auch bei diesen Behandlungen setzen wir uns Zahn für Zahn für Ihre Gesundheit ein. Gehen Sie zur Untersuchung, je eher, desto besser.

Woran erkenne ich eine Gingivitis oder Parodontitis?

Gesundes Zahnfleisch hat eine blassrosa Farbe, füllt die Zwischenräume zwischen den Zähnen völlig aus und blutet bei Berührung nicht. Bei einer Gingivitis ist das Zahnfleisch entzündet. Es ist gerötet, geschwollen und blutet leicht.
Wird die Entzündung nicht gestoppt, kann sie auf den Kieferknochen übergreifen und schubweise zu dessen Abbau führen. Die dann bestehende Parodontitis kann sich entwickeln, ohne dass der Betroffene deutliche Zeichen davon wahrnimmt.
Außer gelegentlich blutendem Zahnfleisch treten eventuell auf:
• Mundgeruch,
• Änderung der Zahnstellung,
• länger werdende und gelockerte Zähne (im weit 
   fortgeschrittenen Stadium)
• sowie gelegentlich Schmerzen.

Immer gilt jedoch: Ohne Zahnbelag keine Erkrankung

Die Prophylaxe - "Vorbeugen statt heilen"

In der Vergangenheit wurde die Erkrankung des Kausystems durch Karies und Parodontitis nahezu schicksalhaft und als praktisch unabwendbar hingenommen. Tatsache aber ist: Karies und Parodontitis lassen sich vermeiden, vorausgesetzt, man geht den eigentlichen Ursachen auf den Grund und baut darauf eine systematische Behandlung auf. Das heißt:
Wir helfen Ihnen durch regelmäßige Prophylaxe-Sitzungen, Speicheltest, Profi-Zahnreinigung, Versiegeln und Fluoridierung. Sie beugen durch die individuell erlernte Zahn- und Problemzonenpflege täglich optimal vor.

"Parodontitis - eine Zahnerkrankung die systematische Behandlung erfordert!"

 



Abbildung 1:
Plaquefreier gesunder Zahn mit gesundem Zahnfleisch (Gingiva). Das Zahnfleisch ist blassrosa. Es sind keine Entzündungszeichen wie Rötung, Blutung und Schwellung sichtbar.

Abbildung 2:
Plaque-, Zahnstein- und Konkrementauflagerung. Die Entzündung hat das erste Drittel des Zahnhalteapparates erreicht (Parodontities marginalis superficialis). Stärkerer Karieseinbruch bis in das Dentin hinein. Rötung und deutliche Schwellung des Zahnfleisches, leichte Blutung, geringer Knochenabbau.
 
Abbildung 3:
Hoffnungsloser Zustand. Plaqueauflagerung mit starker Zahnstein- und Konkrementbildung. Entzündung hat das letzte Drittel des Zahnhalteapparates erreicht. Der Karieseinbruch hat die Zahnpulpa erreicht. Die Zahnpulpa ist infiziert, an der Wurzelspitze zeigt sich ein Entzündungsherd.